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Das Internet. Unendliche Weiten. Unendliche Pöbeleien.

Immer wieder stelle ich fest, dass im World Wide Web die Regeln des gesunden Menschenverstands und der Höflichkeit anscheinend nicht existent sind. Das jüngste Beispiel ist die Wahl zum österreichischen Bundespräsidenten. In einer durchaus spannenden Stichwahl lieferten sich der FPÖ-Kandidat Norbert Gerwald Hofer und der aktuell parteilose, aber den Grünen nahe stehende Alexander Van der Bellen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit einem geringen Vorsprung von 31 026 Stimmen gewann Van der Bellen schließlich. Während die FPÖ ihre Niederlage eingestand, zog der Pöbel der enttäuschte FPÖ-Wähler gegen das Ergebnis zu Felde und unterstellte unter anderem Unregelmäßigkeiten, bis hin zur gezielten Wahlmanipulation. Es ging so weit, dass eine Petition gegen das Ergebnis ins Leben gerufen wurde und sogar Morddrohungen gegen Van der Bellen ausgesprochen wurden. Natürlich unter Klarnamen, man gönnt sich ja sonst nichts. Die Strafverfolgungsbehörden reiben sich bereits die Hände.

Auch, wenn es um so etwas Triviales wie ein Fußballspiel geht, wo die Fans nicht mit der Entscheidung des Schiedsrichters zufrieden sind, wird dessen Fähigkeit und Wissen, ein Spiel zu leiten, auf derbe Art in Frage gestellt. Deutlich zu oft werden auch laute Drohungen bis hin zu Handgreiflichkeiten beobachtet.
Redakteuren, die nicht so schreiben, wie sich mancher Leser das wünscht, wird umgehend die Fähigkeit aberkannt, Zusammenhänge zu interpretieren. Vielmehr fallen sie gleich in die Schublade der Lügenpresse und Schmierfinken, die allesamt gekauft sind.

Mir stellt sich die Frage, warum einige Menschen sich umgehend persönlich angegriffen fühlen, wenn etwas ihrer Meinung nach nicht richtig entschieden wird. Da wird dann gleich dem Widerpart unterstellt, keine Ahnung zu haben oder dumm zu sein. Am liebsten dann, wenn sich die eigenen Argumente als fadenscheinig oder nicht belegbar erweisen.

Wo ist eigentlich die Diskussionskultur hin? Wurde sie in den Urlaub geschickt? Oder ist sie bereits unter einem Berg von im Volksmund genannten Scheißhausaussagen vergraben? Und wo ist die Fähigkeit hin, selbst nach einer fruchtlosen Diskussion friedlich auseinander zu gehen und die Meinung des anderen zwar nicht gut zu heißen, sie aber dennoch zu akzeptieren?

Seitdem das Internet der Öffentlichkeit frei zugänglich ist, wird immer klarer, dass ein Großteil der Bevölkerung weder kritikfähig ist, noch mit Enttäuschungen umgehen kann.

Da läuft etwas nicht so, wie Du es Dir vorstellst? Kleiner Tip: Komm damit klar und lebe weiter. Das Leben ist voll von Enttäuschungen.

Und um Himmels Willen, unterstreiche Deine Meinung mit Fakten, nicht mit einem Rudel von Ausrufezeichen. Ein Heer von Exklamationszeichen offenbart tatsächlich sehr schnell, ob der Ausrufende seine Gehirnkapazitäten nutzt, oder ob er einfach nur laut sein will. Und laute Menschen werden nirgends ernst genommen.

Wie oft habe ich in letzter Zeit gehört: „Der Staat tut nichts für mich„, vor allem im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingswelle.

 

Ich bin es langsam leid, mir anhören zu müssen, dass die Bundesregierung angeblich den Flüchtlingen alles in den Hintern schiebt und sich nicht um die eigenen Einwohner kümmert. Würde dies tatsächlich so sein, dann müssten wir alle bewaffnet durch die Gegend laufen und uns um jedes bisschen Lebensqualität (ein seltsames Wort im Übrigen) selbst kümmern. Wir könnten nicht morgens aufstehen und uns gemütlich einen Kaffee und eine Zigarette gönnen in dem Wissen, dass wir in Sicherheit sind und nicht jeden Moment abgeführt werden können, weil irgendeinem Despoten unsere Nase nicht gefällt.

Wer der Ansicht ist, dass er vom Staat allein gelassen wird, der möge sich mal kurz anschauen, was der Staat eigentlich so für uns tut.

  1. Er sorgt dafür, dass wir Lebensmittel im Überfluss haben.
  2. Er sorgt dafür, dass wir im Krankheitsfall versichert sind.
  3. Er sorgt dafür, dass uns Bildung offen steht.
  4. Er sorgt dafür, dass wir unsere Religion frei ausüben können.
  5. Er sorgt dafür, dass wir uns zu jeder Tageszeit vor die Tür trauen dürfen, ohne Angst zu haben, überfallen oder gar getötet zu werden.
  6. Er sorgt dafür, dass wir auf die Straße gehen und gegen ihn demonstrieren dürfen.

Diese Liste könnte noch deutlich verlängert werden, doch würde es vermutlich den Rahmen dieses Blogs sprengen und von der Kernaussage ablenken.

Fakt ist: Der Staat steht zwar nicht vor unserer Haustür und bietet uns Bargeld ohne Gegenleistung an, aber er agiert im Hintergrund und kümmert sich um seine Einwohner.

Ist das nicht ein beruhigender Gedanke?

Da stelle man sich mal vor, da kommen einfach so Leute daher, dessen Heimatland von einer radikalen Gruppe überrannt wurde. Sie wünschen sich Ruhe und Frieden, eine Unterkunft und etwas Essbares. Ein wenig Mitleid und Hilfe werden auch noch erhofft. Und am liebsten möchten sie arbeiten, um ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten und ihren Beitrag zu leisten. Und was bekommen sie? Offenen Hass und Parolen à la „Raus mit euch, ihr habt hier nichts zu suchen“.

Undenkbar? Nicht in Europa.

Aufgrund der politischen Lage im Nahen Osten, auf dem afrikanischen Kontinent und in anderen Regionen der Welt versuchen viele Menschen, ihr Leben zu retten und sich woanders eine neue Existenz aufzubauen. Ist es denn deren Schuld, dass die dortigen Machthaber keine Lust auf eine gesunde Opposition haben, sondern lieber ihre Kohle in Waffen investieren, um aufbegehrende Bürger mindestens mundtot zu machen? Ist es denn deren Schuld, dass ihnen nahegelegt wird, zu gehen, weil ansonsten sie und ihre Familien einen „Unfall“ haben werden?

Vielleicht sollte sich jeder, der eine Wut auf die hiesigen Regierungen und deren Hilfsbereitschaft hat, mal überlegen, wie es wäre, wenn er selbst flüchten müsste. Wenn er selbst tausende Kilometer reisen müsste, immer mit der Angst im Nacken, den nächsten Tag nicht zu erleben, um dann in ein Land zu kommen, welches ihn in ein löchriges Zelt steckt und ihm sagt: „Du musst bald zurück in Dein zerstörtes Land und wirst dort sterben. Und jetzt freu Dich gefälligst!“

Liebe Parolenschreier und „Scheiß Flüchtlinge“-Brüller: Ihr widert mich zutiefst an. Ihr prangert alle Medien, die nicht für euch sind, als „Lügenpresse“ an, hört aber selbst auf populistische Marktschreier, die ihre Fabeln nur anders verpacken. Ihr seid nicht besser als dieses Pack, welches uns vor wenigen Jahrzehnten einen weltweiten Flächenbrand beschert hat. Ihr seid nicht besser als die Leute, vor denen eure Mütter euch immer gewarnt haben.

Fühlt ihr euch eigentlich toll dabei, wie ein aufziehbares Spielzeug ständig denselben Mist zu plärren?

Wie schön muss das sein, ein Gehirn von der Leistungsfähigkeit einer AA-Batterie zu haben …

Seitdem Edward Snowden im Jahr 2013 zum ersten Mal die Tröte geblasen und seinen ehemaligen Arbeitgeber NSA angeschwärzt hat, gibt es eine Diskussion über Überwachung und Sicherheitsfanatismus.

Natürlich durfte die Bundesregierung damals nicht untätig bleiben und wollte die Wählerschaft so kurz vor der Bundestagswahl beruhigen. So schickte man also die Botschaft ins Land, dass ein so genanntes No-Spy-Abkommen mit dem großen Bruder USA verhandelt würde und schon bald in Kraft trete.

Was davon übrig geblieben ist? Erstmal herzlich wenig, nachdem die NSA-Affäre vorzeitig und -eilig für beendet erklärt worden war. Wenig später kam allerdings raus, dass auch das Handy der Bundeskanzlerin abgehört worden war. Und das geht natürlich nicht. Das Volk abhören? Klar, kein Problem, sind eh alles potentielle Verbrecher. Aber die Führer der Nation? Nein, das sind weiße Schafe und haben schließlich etwas zu verbergen. Schwarzgeldkonten zum Beispiel, oder die Adressen diverser Kuschelnutten.

Zurück zum Thema: No Spy! Das war das hehre Ziel.

Was jetzt rauskommt, zeugt allerdings entweder von unglaublicher Dummheit oder noch unglaublicherer Dreistigkeit. Denn offenbar haben sowohl der damalige Bundesminister für besondere Aufgaben (Pizza bestellen, Mutti ein Glas Milch bringen etc.) und Chef des Bundeskanzleramtes Ronald Pofalla (inzwischen Schmalzlocke Lobbyist bei der Deutsche Bahn AG), Regierungssprecher Steffen Seibert, der damalige Innenminister Hans-Peter Friedrich und Bundeskanzlerin Angela Merkel nur so getan, als würden die USA Bereitschaft für so ein Abkommen zeigen. Merkel hat sich noch ein wenig zurückgehalten, aber dennoch ihrem Volk ins Gesicht gelogen.

Denn die politische Spitze der USA hatte zu keiner Zeit zugesagt, auch nur über ein No-Spy-Abkommen nachzudenken. Gründe? Da kann es einiges geben. Entweder wollte Obama mal Nacktbilder seiner deutschen Staatskollegin sehen (unwahrscheinlich), oder es musste eine Rechtfertigung für den staatlichen Geldrauswurf die Investition in die Zukunft gefunden werden, zum Beispiel neue Festplatten für die NSA. Oder etwas ganz anderes.

Jedenfalls bin ich sehr gespannt, wie Bundesmutti Merkel aus dieser Nummer wieder rauskommt. Vermutlich auf dem üblichen Wege: Sie stellt sich voll hinter ihre Mitarbeiter. Bewerber um das Amt des Regierungssprechers werden bereits gecastet, mehrere Ministerposten werden demnächst frei.

Wer fürchtete, ich würde mich jetzt hier über die Vorteile des Verzichts auf Drogen auslassen, wird enttäuscht. Stattdessen geht es um die unsägliche Einkaufstüte.

Wenn ich mir derzeit die Zeitungsmeldungen durchlese, fällt mir auf, dass ein Thema viel zu kurz kommt: die bewusst in Kauf genommene Zerstörung des Planeten.

Ich nenne hier mal beispielhaft die Einweg-Plastiktüten. Die Ozeane werden jährlich immer mehr verschmutzt, auch durch diese billigen Einkaufstaschen, die kaum den Weg vom Supermarkt nach Hause überleben und dann (hoffentlich) in der Mülltrennung landen. Oft genug bleiben sie aber auf der Straße liegen und werden durch die Luft geweht, so dass man sich unwillkürlich an einen dystopischen Science-Fiction-Film erinnert fühlt, wo der tragische Held durch eine Geisterstadt wandelt und der Müll vom atomar verseuchten Wind vor sich her getrieben wird.

Die EU berät derzeit darüber, wie man den Konsum von Einweg-Plastiktüten einschränken könnte. Dabei wäre es so einfach, wie das Beispiel Irland zeigt. Hier wurde bereits 2002 eine Umweltsteuer von 0,15 EUR auf jede Plastiktüte eingeführt, 2007 wurde diese Steuer auf 0,22 EUR erhöht. Seitdem ist die Verwendung von Plastiktüten um etwa 90 Prozent zurückgegangen. In Frankreich (das weinerliche Land rechts von uns) gibt es ein Verbot nicht kompostierbarer Plastiktüten seit dem 1. Januar 2010.
In so genannten Entwicklungsländern wie Bhutan und Bangladesch ist man sogar noch weiter: Hier wurden Kunststofftüten jedweder Art vollständig verboten. Es gibt weltweit noch viele weitere Beispiele, wie man der Tütenflut effektiv entgegenwirken kann (siehe hier).

Warum also sollte man sich innerhalb der EU damit begnügen, an den gesunden Menschenverstand der Kunden zu appellieren? Wie wäre es also, einfach sämtliche Plastiktüten zu verbieten? Stattdessen kann für lose Ware (Obst, Fisch etc.) Einwickelpapier verwendet werden. Dieses kann auch deutlich besser recycled werden, da die Infrastruktur hierfür weit gediehen ist. Und ansonsten gibt es Stofftüten, die mindestens ein Jahr verwendbar sind, oder der gute alte Einkaufskorb, der (man wage es kaum zu glauben) noch länger hält.

Es gibt noch einige andere Möglichkeiten, der allgegenwärtigen Müllflut Herr zu werden. Es muss sich nur getraut werden, einfach mal wirklich etwas zu tun, anstatt bis in alle Ewigkeit zu debattieren und es jedem Trottel genehm machen zu wollen.

Schließen möchte ich diesen Gedankengang mit einem Zitat von Klaatu: „Wenn der Planet stirbt, sterben die Menschen.“ Also macht euer Zuhause nicht weiter mutwillig kaputt.

Wie werde ich Kunde?

Was macht eigentlich einen guten Kunden aus? Ist es Höflichkeit gegenüber Mitarbeitern der Firma, mit der man gerade ein Problem hat? Oder ist es eher die Geduld, die man mitbringt, um gemeinsam eine Lösung zu finden?

Völlig falsch! 

Man muss nur die folgenden Schritte beachten, um bei einem Kundendienstmitarbeiter im Gedächtnis zu bleiben.

1. Der Käufer ist immer unschuldig. Wie wir alle wissen, haben die bösen Firmen nur ein einziges Ziel: Das Geld aus dem unbescholtenen Bürger heraus zu pressen und ihn dabei nach Strich und Faden über den Tisch ziehen. Schließlich ist es überhaupt nicht möglich, dass man selbst mal einen Tippfehler macht, seine Hausnummer nicht angibt oder gar seine eigene E-Mail-Adresse vergeigt.

2. Frechheit siegt. Denn nur, wenn man sein Anliegen mit der gebotenen Ausdrücklichkeit vorträgt und umgehend mit Schadenersatzforderungen auftritt, wird man auch angemessen behandelt. Selbst wenn die eigene Forderung jenseits des gesunden Menschenverstands liegt, hat man doch das Recht, diese zu stellen, schließlich ist man der König seines eigenen Universums.

3. Die eigene Hilflosigkeit gekonnt zur Schau stellen. Da schafft es dieser blöde Online-Shop doch tatsächlich nicht, den Button „Kaufen“ dorthin zu platzieren, wo der User gerade hinklickt! Wie soll er denn jetzt bloß überleben? Und vor allem, wie soll er denn etwas kaufen, wenn seine Bonität nicht gewährleistet ist?

4. So wenig wie möglich von sich preisgeben. Die Mitarbeiter des Kundendienstes sollten den User doch bereits seit Jahrzehnten kennen, auch wenn diese Person bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist. Es reicht also völlig aus, einfach irgendwelche Buchstaben in wirrer Reihenfolge in das Anfrageformular zu hacken. Schließlich ist man ja der einzige Kunde weit und breit, und es gibt nichts, aber auch wirklich NICHTS, was dem entgegen steht. Nicht mal der Umstand, dass es aktuell insgesamt fast drei Milliarden Internetnutzer weltweit gibt.

5. Gehirn ausschalten! Denn nichts ist schlimmer für eine Firma, als dass der Kunde mitdenkt und die Lösungsvorschläge versteht, vielleicht sogar selbst auf etwas Brauchbares kommt.

Mit diesen Tipps wird jeder zu einem Kunden, der für immer im Gedächtnis bleibt. Bleibt nur die Frage, in welchem Sinne …

 

Die Jagd nach der politischen Korrektheit sowie der Gleichschaltung stellung der Geschlechter ist in vollem Gange.
Das merkt man nicht nur an interessanten Dingen wie „Frauenquote“ in Unternehmensführungen oder Bevorzugung weiblicher Menschen bei gleicher Eignung (wo da die Gleichstellung ist, sei dahingestellt), sondern auch bei Diskussionen darüber, ob Frauen in Filmen weiterhin als dümmliche Hascherl gezeigt werden dürfen. Ich erinnere mich da zum Beispiel an „Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes“ – ein genialer Film, aber die weibliche Hauptrolle war eher in der Kategorie „Doofchen wird von Held beschützt“ angesiedelt.

Die neueste Kabbelei aber geht um die so genannten Interaktiven Medien, im Volksmund auch „Computerspiele“ genannt. Kürzlich wurde versucht, einen Shitstorm gegen den Publisher Ubisoft anzuzetteln, weil man es WAGTE, bei dem nächsten Assassin´s Creed keinen weiblichen Hauptcharakter anzubieten. Klaro, macht ja auch Sinn, eine Frau über die Dächer von Paris hüpfen zu lassen, wenn Frauen ganz andere Waffen ins Feld führen können. Die nächste Firma auf der Liste ist Blizzard. Auch hier wird gemotzt, dass zu wenige (gar keine) weiblichen Charaktere als orkische Warlords auftreten.

Ebenso das Geblubber darüber, dass bei „Bioshock Infinite“ der weibliche Charakter angeblich ebenfalls dumm gezeigt wird: Ich habe noch selten so eine gut gezeichnete Figur erlebt, die dem Helden tatsächlich zur Seite steht und ihn unterstützt.

Jetzt mal im Ernst: Geht es euch noch gut, liebe Weltverbesserer? Habt ihr eigentlich sonst nichts zu tun, als über Phantasiewelten herzuziehen und überall euren gutmenschlichen Stempel setzen zu wollen? Nicht überall muss Gleichberechtigung herrschen! Vor allem, wenn es absolut keinen Sinn macht!

Hier mal übrigens eine spontane Liste mit Spielen, bei denen starke weibliche Charaktere zu sehen und teils zu spielen sind. Diese Liste kann man bestimmt mit ein wenig Nachdenken deutlich ausbauen:

– Max Payne
– Mass Effect
– Star Wars: Rebel Assault
– Star Wars: Jedi Knight – Jedi Academy
– Starship Troopers
– Fallout 3
– Keepsake
– The longest Journey
– Command & Conquer: Red Alert
– Tomb Raider
– The Elder Scrolls: Skyrim
– Saint´s Row
– Mirror´s Edge

Wäre mal interessant, mit einem Gutmenschen in den verbalen Ring zu steigen und zu sehen, was dabei rauskommt. Vielleicht gelingt es ja, über ernsthafte Themen zu sprechen und die Freizeit einfach mal außen vor zu lassen.

Es gibt übrigens jede Menge weiblicher Spieler, die keinen Bock haben, einen weiblichen Charakter zu spielen. Warum? Weil sie in der Realität schon Frauen sind, da brauchen sie es nicht noch im Spiel.

Von mir aus lasst mal die Gutmenschen ihre Ideen in ein Spiel gießen. Ich freue mich dann schon auf Perlen wie „Menstruationssimulator 2014“ oder „PMS-Simulator 2015“. Und natürlich: „Shopping Simulator“!

Und jetzt bitte Shitstorm frei!

Heute folgt der zweite Teil der Gedanken meiner lieben Freundin S. McK.

 

Ebenso bei diversen „Vereinnahmungen“ ist stets Vorsicht und Distanz geboten.

Es kommt vor, dass sich Menschen einfach in das Leben anderer einschleichen. Zunächst kommen sie damit, einem jeden Gefallen tun zu wollen. Sie wollen z.B. bei der Gartenarbeit helfen oder auch im Haushalt (???), sie bieten an, die Kinder aus der Schule mitzubringen, sie auch mit zu sich nach Hause zu nehmen, wenn man selbst evtl. noch keine Zeit hat oder unterwegs ist. Dabei ist es ja von Vorteil, wenn das eigene Kind im Anschluss noch ein bisschen mit dem Kind der anderen Partei spielen kann…
Außerdem wird man überraschend inkl. Kind und Kegel zum Grillabend eingeladen oder auf eine Party. Oft ist man mit dieser Situation überfordert, weil man diesen innigen Kontakt gar nicht möchte. Nun meint es der andere aber schließlich lieb und gut, wir haben Bedenken, dass unser „Nein“ als Verletzung ankommt, deshalb schweigen wir oder nehmen eine Party widerwillig in Kauf.
Aber Achtung! Der Tag der Vergeltung wird kommen, es ist geradezu ausgeschlossen, dass der andere immerzu alles umsonst macht, es steckt meistens eine Absicht dahinter, bzw. hat es der andere längst insgeheim auf eine Gegenleistung abgesehen.
Zur Party kann man sagen, dass man dies überdenken oder mit dem gerade nicht anwesenden Partner besprechen möchte, somit bekommt man die Chance, sich zunächst aus der Affäre zu ziehen. Was man daraus macht, kann man sich in Ruhe überlegen. Auch hier sollte dabei in Betracht gezogen werden, wie wichtig diese Freundschaft ist und ob man darauf verzichten kann.
Auch Kinder sind häufig ein Thema, das Ärger und Stress mit sich bringt. Natürlich sollten gleichaltrige Kinder miteinander spielen dürfen, Kinder brauchen Kinder. Aber da gibt es Eltern, die jeden Furz einfach übertreiben. Oder sie nutzen die Situation, weil sie in dieser Zeit, in der die eigenen Kinder mit anderen toben, endlich mal nicht von ihnen „genervt“ werden. Sie haben in dieser Zeit ihre Ruhe und können etwas für sich tun. Dabei ist es ihnen scheißegal, ob das den anderen Eltern auch recht ist, vielleicht sind diese ja zufrieden mit ihrer Situation, vielleicht haben die ihre Kinder gern um sich und wollen sie gar nicht täglich zu anderen Familien geben. Da erlaubt man sich ganz dreist, die Kinder z.B. aus der Schule mit nach Hause zu nehmen und macht mit denen eine Gehirnwäsche, wenn die eigenen Eltern nicht dabei sind. Unter anderem werden dabei Dinge versprochen wie z.B. ein Abendessen, indem das „Objekt der Begierde“ eingeplant ist. Da wird mit Lieblingsessen gelockt, mit Eis essen, mit Lagerfeuer, mit Übernachtungsangeboten, mit persönlichen Überraschungen und und und… Und selbstverständlich fühlt sich das „angefütterte“  Kind dann zu dieser Familie hingezogen und wünscht sich diese Gesellschaft natürlich. Dass die eigenen Eltern da auch noch ein Wörtchen mitzureden haben, kann ein Kind in eine sehr schwierige Lage bringen. Deshalb sind Menschen, die die Kinder anderer so beeinflussen, auch keine wirklichen Freunde. Auch hier räumt man sich früher oder später eine entsprechende Distanz ein. Dennoch werden durch diese ständigen Abmachungen innerhalb der Kinder und durch die dazugehörige Beeinflussung der Eltern sowie das Einmischen in die Erziehung Anderer Unruhen und Ärgernisse in unser Leben gebracht, die uns belasten.

Sehr negativ sind die „Kontrollen.“ Gibt man vor, am Nachmittag keine Zeit für andere zu haben, führt schon mal ein Spaziergang derer am Haus/Grundstück vorbei, um nachzusehen, ob und aus welchem Grund keine Zeit vorhanden ist.

Der Egoismus anderer sollte uns eigentlich animieren, selbst ausreichend egoistisch zu sein.
Niemand hat das Recht, uns in Situationen zu bringen, die uns ärgern oder verunsichern. Dazu gehört es, klare Ansagen zu machen, „Nein“ zu sagen und auf diverse (unnütze) „Freundschaften“ zu verzichten.
Ein wahrer Freund würde uns niemals ärgern oder nervlich belasten, einem wahren Freund steht man auch jederzeit ohne Einschränkungen gern zur Verfügung, wenn man von ihm gebraucht wird.
Das ist immer der Unterschied: Wahre Freundschaft gibt und nimmt von Herzen, alles ohne Muss und Zwang.

Liebe Leser, heute lasse ich wieder einmal meine liebe Freundin S. McK. sprechen.

 

„Lass das Verhalten anderer nicht deinen inneren Frieden stören.“

Dieser Spruch lässt nachdenken…

Im Laufe des Lebens lernt man immer wieder neue Menschen kennen. Viele sind eine Bereicherung, es entstehen mitunter sehr wertvolle Freundschaften. Das ist etwas Wunderbares, wenn beide Seiten entsprechend „ticken“ oder sagen wir lieber „harmonieren“. Allerdings schließt man auch Freundschaften, von denen man vorher nicht wissen kann, dass sich diese früher oder später als negativ oder störend erweisen. Das hat man natürlich nicht vorhergesehen oder so gewollt, und hier heißt es ganz eindeutig: Klartext oder Abschied.

Mal Hand auf´s Herz: Wie oft ärgern wir uns täglich? Wie oft sind wir wütend, sauer, gekränkt…? Und wie kommt dies eigentlich zustande? Diese Unzufriedenheit wird nicht selten durch andere verursacht. Oft vergessen wir, dass wir eigentlich selbst der „Schmied unseres eigenen Glücks“ sind. Wir lassen uns viel zu oft beeinflussen, benutzen, verletzen oder auch vereinnahmen. Meist zunächst unbewusst, weil wir selbst niemanden kränken möchten oder nicht immer „Nein“ sagen können. Wir wollen gern diplomatisch sein und es allen Recht machen. Dies aber bemerken andere und nutzen es zu ihren eigenen Zwecken aus. So kommt es dann, dass sie uns gut im Griff haben und uns beinahe marionettenähnlich führen können. Aber wenn wir im Nachhinein darüber nachdenken, ärgern wir uns dann mitunter auch über unser eigenes Verhalten und fragen uns, mit welchem Recht andere so mit uns umgehen, über uns verfügen, entscheiden oder uns regelrecht vereinnahmen.
Wenn man nun selbst nicht an diesem Punkt ansetzt, um etwas zu ändern, gerät man in einen Teufelskreis. Es ist an der Zeit, an sich selbst zu denken, „Nein“ oder „Stop“ zu sagen und sich aus diesen seelischen Zwängen zu befreien.

Die Menschheit ist so abartig geworden, Dinge wie Respekt oder Akzeptanz sind geradezu fremd (sic!). Rücksichtslos macht jeder das, was er für richtig hält. Wie der andere dabei denkt oder fühlt, ist den meisten Leuten egal.

Beispiel:
Es kommt vor, dass man heutzutage sehr viel beschäftigt ist, dass man Kinder, Haushalt, Job unter einen Hut bekommen muss und dabei schon mal ganztags am Handwerken, Überlegen und Nachdenken ist. Im größten Stress klingelt dann das Telefon, am anderen Ende sind dann Leute, die selbst nicht zufrieden sind mit ihrem Leben, die dann versuchen, einen stundenlang in Beschlag zu nehmen, um ihre Last abzuladen. Es spricht nichts dagegen, dass sich die Menschen gelegentlich Luft machen wollen, wir tauschen uns sicher alle gern mal über das eine oder andere Problem aus. Und sicherlich kann man in entsprechenden Abständen auch einmal zuhören oder ein paar tröstende Worte spenden. Was aber, wenn man feststellt, dass sich diese stundenlangen Gespräche immer wieder um ein und dasselbe Thema drehen, das man meistens alles schon zig Mal gehört hat? Dabei wird man nervös, weil schon wieder eine Ladung Wäsche wartet, weil man nur noch eine Stunde Zeit für seine Aufgaben hat, weil die Kinder geholt werden müssen oder man mit ihnen irgendwohin muss… Man sagt es dem anderen durchaus auch, aber er findet entweder trotzdem kein Ende oder erwartet, dass man bei Gelegenheit zurückruft. Nun wird aber „Gelegenheit“ auch von jedem anders verstanden, das bedeutet, dass das Telefon ein paar Tage später schon wieder im größten Stress läutet und man an den Kopf geworfen bekommt, man sei treulos oder man bekommt irgendwie anders zu spüren, dass das Gegenüber ein Problem mit dem „ignoranten“ Verhalten hat. Man wird quasi mit aller Art von Vorwürfen überschüttet, so dass man sich irgendwie in einer Art Schuldigkeit befindet. Ganz egal, aus welchem Grund man nicht angerufen hat, prinzipiell hat kein Mensch das Recht, von einem zu verlangen, dass er sich um den anderen kümmern muss, sobald er die Gelegenheit dazu hat. Selbst wenn von einer Seite kein Gesprächsbedarf besteht (aus gutem Grund), dann hat der andere es so zu akzeptieren. Durch Vorwürfe und Angriffe wird der „Nerver“ das Interesse des anderen auf keinen Fall (wieder) erwecken. So bleibt uns nur der Weg, dies offen und ehrlich mitzuteilen. Kommt daraufhin Verständnis, wird alles besser werden. Oder aber wir stoßen auf Unverständnis, und es gibt Streit. Hier sollten wir uns die Frage stellen, ob wir den Menschen, der uns belastet, unbedingt brauchen oder ob wir auf seine Freundschaft verzichten können. Ein Schlussstrich bringt oft auch Erleichterung.

Ein weiteres Problem ist die seelische Erpressung.
Wie oft „brauchen“ uns die Menschen plötzlich ganz dringend? Wir aber haben keine Zeit, keine Möglichkeit. Unser Tagesablauf lässt im Moment nicht zu, dass wir plötzlich so springen können, wie man es von uns erwartet.
Beispiel: „Ich brauche ganz dringend bis … … deine Hilfe. Aber gut, wenn du jetzt das jetzt nicht so machen kannst, dann muss ich mir eben etwas anderes einfallen lassen.“ VORSICHT! Eine ganz fiese Masche! Wer so etwas sagt oder schreibt, ist kein Freund! Denn auf diese Weise wird einem ein schlechtes Gewissen gemacht, ohne dass man je die Absicht hatte, dem anderen Unrecht zu tun. Eigentlich wird damit vermittelt: „Ich will dich jetzt und hier sofort für meine Zwecke haben. Und wenn du es nicht machst wie ich will, dann will ich dich gar nicht.“ Man wird sozusagen einfach überfallen und bekommt nicht einmal eine geringe Chance, sich für den vermeintlichen Freund etwas Zeit freizuschaufeln. Auf Sätze dieser Art sollte man nichts geben und sich keinesfalls Vorwürfe machen, denn man ist ja schließlich nicht für die Gefühle oder das Denken anderer zuständig! Also prinzipiell immer die Finger weg bei „Wenn du nicht, dann…“

(Wird fortgesetzt)

Überforderung

Seit über 30 Jahren bin ich auf der Welt. Etwas mehr als die Hälfte dieser Zeit arbeite ich auf die eine oder andere Art mit Menschen. Lieferdienst, Tankstelle, Kundenservice sind nur ein paar der Stationen, die ich bereits hinter mir habe. Und jeden Tag frage ich mich aufs Neue: Wie konnte die Menschheit eigentlich so groß werden? Wie konnten wir zum Mond fliegen, wie schafften wir es, fahrbare Untersätze zu erschaffen und damit immer schneller, höher und weiter zu reisen?

Was ich jeden Tag lese und höre, lässt mich ungläubig den Kopf schütteln über die offensichtliche Unfähigkeit, mit den geringfügigsten Sachen klar zu kommen. Kleinigkeiten wie der Druck auf einen Knopf werden aufgebauscht, als wären es die technisch kompliziertesten Dinge des Universums. Beschwerden darüber, wie schlecht doch eine Internetseite sei, weil irgendein Idiot trotz blinkender Flächen nicht kapiert, wo er hinklicken muss, sind die Folge. Natürlich garniert mit zünftigen Beleidigungen gegen den Website-Betreiber.

Überhaupt, die Kommunikation. Da wird bei schriftlichen Dingen nicht im Geringsten Rücksicht genommen auf korrekte Grammatik, ja selbst einfachste Wörter werden noch falsch geschrieben. Einen Aussage zu unterstreichen, indem man nur ein Ausrufezeichen verwendet, scheint ebenfalls völlig „Out“ zu sein. Selbst die dämlichsten Behauptungen werden noch mit mindestens drei der für einige seltsam erscheinenden Schriftzeichen versehen. Man hat ja von den Experten von RTL II gehört, dass einer Formulierung damit mehr Gewicht zukommt.

Ganz zu schweigen von der Groß- und Kleinschreibung und der korrekten Kommasetzung. Ich gebe zu, seit den diversen Rechtschreibreformen darf man prinzipiell schreiben, wie man will. Aber wenn dann solche Auswüchse wie der Satz „Wen du mir nich hälfen wilst brauch ich dich nich den du hast e keine Anung“ entstehen, frage ich mich, wessen krankes Geist dieses Konstrukt ist. Wer hier dezent nachfragt, was denn die Bedeutung dieses Meisterwerks sein soll, wird umgehend als dumm und inkompetent betrachtet. Schließlich ist ja der Verfasser selbst der größte Beherrscher der Sprache seit des Urknalls und braucht sich nicht um die „Unfähigkeit“ der Anderen zu scheren.

Ich überlege: Wenn jemand solch geistigen Durchfall zu Papier bringt, was geht dann in seinem Kopf vor? Denkt derjenige etwa auch so wirr? Das würde allerdings erklären, dass viele Fragen, die mir tagtäglich im Kundendienst begegnen, mit nur einer Sekunde Nachdenken gar nicht erst entstanden wären.

Ist die Menschheit wirklich so hilflos? Oder einfach nur durch Unterschichten-TV abgestumpft, dass sie nicht mehr fähig ist, Schnürsenkel von Bindfäden zu unterscheiden?

Wenn das so weitergeht, werde ich wirklich auswandern in eine Gegend, in der es nichts außer ein paar Bäumen und Eichhörnchen gibt. Mit einer Rinde kann man jedenfalls intellektuell ansprechendere Gespräche führen als mit den meisten Ausgeburten des Menschengeschlechts.